Drei Monate Mitgliedschaft bei Parship: Mein Test-Resumé

Mir ist grade aufgefallen, dass ich es bis jetzt versäumt habe, mein Parship-Resumé zu verfassen… Das wäre im Hochsommer fällig gewesen, eine Zeit, in der ich Arbeit eher meide. Nach den drei Testtagen im Frühling hatte ich nämlich bei der Parship-Pressestelle angefragt, ob ich als Betreiberin einer Single-Service-Webseite eventuell einen Probemonat haben könnte, und sogar drei bekommen!
Die drei Männer, die aus meinen drei ersten Testtagen übrig geblieben waren, meldeten sich nicht mehr, auch der attraktive Journalist nicht. Schade. Ich nehme an, sie hatten noch andere Eisen im Feuer.

Da ich nun drei Monate Mitgliedschaft hatte, vervollständigte ich mein Profil, stellte mehr Fotos ein, beantwortete alle Fragen und beschloss, mich erst einmal zurückzulehnen und abzuwarten, dass Männer mich anschrieben. Leider kam da nur ein Bruchteil von meiner Ausbeute in der großen kostenlosen Singlebörse, die ich in dem Zeitraum ebenfalls nutzte. Zwar sind von denen, die mich in dieser Börse kontaktieren, auch etliche Spinner, Flitzpiepen, Sexjäger und andere Unseriöse dabei, aber unterm Strich bekomme ich mehr Zuschriften von passenden Männern, und ich denke, der Hauptgrund ist, dass man meine Fotos frei sehen kann. Bei Parship sieht man wegen der verschleierten Bilder kaum etwas, da zählt dann vor allem die Altersangabe der Frau. Die meisten männlichen Parshipper, die so alt sind wie ich und ein bisschen darüber, suchen eine Partnerin, die deutlich jünger ist (oder zumindest deutlich jünger aussieht, aber das kann man ja leider erst mal nicht erkennen!).
„Parshipper“ In der ersten Hälfte meiner drei Monate geschah also wenig, außer dass mich ein paar Männer anschrieben, die für mich nicht so interessant waren (zum Beispiel zu weit weg wohnend, zu dick, zu konservativ, nicht sportlich). In den anderen anderthalb Monaten kontaktierte ich selbst noch einige Männer und hatte auch ein paar nette Dates, aber ohne dass es zu gegenseitigem Verlieben kam. Tja, ist nicht so einfach in der Altersklasse 45plus! Grade erst neulich habe ich wieder einmal gelesen, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt, die bei der Partnersuche meist leer ausgehen: Arbeitslose Männer mit sehr niedrigem Bildungsgrad (Alter egal) und weibliche Akademikerinnen ab 45 (oder war es ab 40??).
Wie auch immer:
Das Angenehme an Parship ist, dass es viel weniger Spinner, Flitzpiepen, Sexjäger und andere Unseriöse gibt als bei kostenlosen Börsen; es gibt sie zwar auch, aber eben eher vereinzelt. Angenehm ist auch der höfliche Ton, der dort vorherrscht. Jedoch dass man einfach – ohne ersichtlichen Grund – nach einem netten Austausch gesperrt wird oder dass der Gesprächspartner plötzlich abtaucht, sich nicht mehr meldet, eine Verabredung ganz kurz vorher cancelt u.ä., gibt es leider auch hier.
Ich denke, dass Parship gut geeignet ist für Menschen, die eher ein konventionell geprägtes Leben führen: man hat einen ordentlichen Beruf, einen geregelten Tagesablauf, richtet sich optisch nach der Mehrheit um sich herum, macht das, was „man“ schon immer gemacht hat o.ä.; und wünscht sich ein entsprechendes Pendant. Und ich schätze, dass Parship eher für jüngere Frauen geeignet ist (unter 40), und/oder für Frauen, die auch einen 10 – 20 Jahre älteren Partner akzeptieren. Auf jeden Fall empfehle ich weiblichen Mitgliedern über 40, ein gutes Profil zu erstellen und selbst aktiv Männer zu kontaktieren.
© Beatrice Poschenrieder „"

3 thoughts on “Drei Monate Mitgliedschaft bei Parship: Mein Test-Resumé

  1. Ein Gedanke dazu: Du denkst, dass Parship gut geeignet ist für Menschen, die eher ein konventionell geprägtes Leben führen – diese Eigenschaft teilt Parship meiner Erfahrung nach aber mit so ziemlich allen anderen “Normalo”-Singlebörsen. Jedenfalls ist mir noch keine Börse untergekommen, in denen sich haufenweise unkonventionelle Frauen tummeln. Die einzige Ausnahme bildet hier vielleicht OKCupid, aber da sind die Damen mit ihrer hippen, kosmopolitischen Einstellung dermaßen einheitlich drauf, das das auch schon wieder recht konventionell wirkt.
    Und natürlich gibt es auch Nischensinglebörsen für eher subkulturell orientierte Menschen (wie mich), aber die sind Mitglieder- und aktivitätsmäßig meist dermaßen tot, das man sich eine Anmeldung dort eigentlich sparen kann.

    Wobei “konventionell” natürlich auch immer Ansichtssache ist. Jedenfalls ist es nicht selten, dass sich Frauen für total außergewöhnlich halten, gleichzeitig in ihrem Profil aber zu 99 % das gleiche steht wie in (fast) allen anderen Damenprofilen 😉

  2. Grins!
    Meines Erachtens gibt es grade bei den Frauen auf den Börsen OkCupid und finya.de eine ziemlich große Vielfalt an interessanten Profilen, aber das ist auch altersabhängig. Eine attraktive 28- oder 32jährige muss sich keine Mühe mit ihrem Profil geben; einfach ein, zwei nette Fotos und schnell mal etwas Text reingehackt und die Kontaktangebote rollen an wie eine Lawine. Daher sind die Profile der Damen in mittleren / reiferen Jahren oft spannender.

  3. Das kann ich leider nur zum Teil bestätigen. Attraktive, jüngere (was auch immer jeweils jünger ist 😉 ) Damen müssen in der Tat nur ein Profil mit Foto anlegen und schon läuft das Postfach über – allerdings glaube ich, das das gleiche Prinzip auch bei zehn-fünfzehn Jahre älteren Frauen greifen kann. Aber wie dem auch sei – das speziell die entsprechend gereifteren Damen die interessanteren Profile zusammen basteln kann ich leider nicht feststellen. Meine Erfahrung ist folgende : Es gibt durch alle Altersschichten im Bereich von 29-50 einige wenige interessante sowie sehr viele belanglose und austauschbare Profile.
    Aber das ist natürlich auch nur meine subjektive Wahrnehmung, denn schon allein die Definition von “Interessant” kann ja um Lichtjahre auseinander liegen 😉

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