Finya im Praxistest

Finya finde ich ganz gut – und zwar nicht nur, weil es für Frauen UND Männer komplett kostenlos ist, sondern weil es auch sinnvoll eingerichtet und userfreundlich ist. Trotz der mittlerweile Trilliarden von Mitgliedern scheint der Server zu funktionieren, denn ich stelle nur selten Verbindungsstörungen oder -verzögerungen fest, wie sie auf einigen anderen Single-Plattformen häufig vorkommen.
Mit “userfreundlich” meine ich unter anderem: Es ist ganz klar aufgebaut und unkompliziert zu benutzen, man merkt, dass sich da Menschen immer wieder drangesetzt haben, die mit Usern in engem Kontakt stehen und deren Verbesserungsvorschläge aufgenommen haben, und es gibt auch keine verdeckten oder versteckten Bereiche, die man anderen erst mal freischalten muss bzw. um Freischaltung bitten muss.


Gut finde ich auch, dass es auf der ersten Profilseite eine Menge wichtiger Kriterien zum Ankreuzen/ Ausfüllen gibt (wie Alter, Körpergröße, Figur, Kinder, Kinderwunsch, Raucher oder nicht etc.) plus ein Leerfeld für ein “Persönliches Statement”, was ungewöhnlich viel Platz bietet und somit die Möglichkeit gibt, kundzutun, was für ein Mensch man ist und was für einen Menschen man sucht.
„Finya“Ferner gibt es einen Fragenkatalog von 100 Fragen; diese decken ziemlich viele Bereiche ab, die für den einen oder anderen Partnersuchenden wichtig sind. Beim Besuch eines Profils kann ich dort zum Beispiel ganz schnell erfassen, ob jemand sportlich oder eine träge Socke ist und ob er mehr als zwanzig Gehirnzellen hat. Man muss natürlich keineswegs alle 100 Fragen beantworten, es ist aber nützlich, dass es so viele gibt und jeder seinen Senf in die für ihn relevanten Bereiche schreiben kann. Manche der Fragen mögen ein klitzekleines bisschen albern sein, aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul, und wie gesagt, man muss – ja man sollte! – nicht jede Frage beantworten. Das mit dem geschenkten Gaul betrifft auch die Werbung: Logisch muss so ein großes Portal eine Menge Werbung schalten, um dir den Service gratis anbieten zu können. Ich verstehe das Gemeckere mancher Leute nicht, die sich darüber beschweren, dass hier und da mal ein Werbefensterchen aufploppt.
Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht, dass so eine kostenlose und zugleich gut aufgebaute Singlebörse auch eine Menge unseriöse User anzieht – sprich, Leute, die nicht im Sinne der Plattform jemanden für eine Beziehung suchen, sondern sie für egoistischere Zwecke nutzen wollen (flüchtige Sexkontakte, Konto plündern, kostenlose Therapie etc.). Andererseits ist Finya die Börse, die ich über die Jahre am häufigsten genutzt habe, und zwar weil es dort viel unverkrampfter zugeht als auf manch anderer “seriöser” Bezahlbörse und weil ich das Gefühl habe, dass auf Finya die Anzahl an kreativen, weltoffenen und/oder außergewöhnlichen Menschen höher ist.
© Beatrice Poschenrieder

3 thoughts on “Finya im Praxistest

  1. Liebe Beatrice, ich war ca. 3 Monate auf Finya und ich muss leider sagen die Erfahrungen waren mehr schlecht, als recht. Ich habe mich gestern abgemeldet, weil es überhaupt nichts gebracht hat – außer dass ich mit einem Herren, der mir äußerlich nicht zugesagt hat, bouldern war. Da ich das schon immer machen wollte, war es so ok für mich, aber ich würde mich nicht nochmals mit ihm treffen. Und eigentlich würde ich lieber bouldern mit jemanden, der mir gefällt 😉
    Am schlimmsten finde ich auf Finya dieses Foto-Voting und die aggressiven Männer. Einer schrieb mir, ich hätte ein hässliche Brille und eine doofe Einstellung, er schrieb das sogar in mein Gästebuch (ich meine, wie gestört muss man(n) sein??). Den Typen habe ich sperren lassen, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Ansonsten habe ich dort mit Anschreiben von Männern genau die gleichen Erfahrungen gemacht wie bei OKC: Männer, die mir gefallen, die sind nicht an mir interessiert.
    Sag mal liebe Beatrice, ich fühle mich nicht unattraktiv, aber dennoch ist das Feedback in den SB für mich persönlich nicht wirklich gut, ich komme mir schon vor, als wäre ich hässlich wie die Nacht. Und warum darf ich nicht wählen? Männer, die mich interessieren, wollen mich nicht und vice versa. Es ist zum verzweifeln. Warum ist das so brutal? Ich würde so gerne wissen, welche Erfahrungen andere Frauen machen, insbesondere die, die nicht dem Massengeschmack entsprechen?
    LG
    ich37

  2. Liebe ich37,
    ich danke dir sehr für deinen Praxis-Test-Bericht. Du hast recht, es geht auf vielen Singlebörsen brutal zu, besonders auf den kostenlosen. Ich hab auf Finya zwar viele nette und positive Erfahrungen gemacht, aber unterm Strich überwiegen tatsächlich die negativen. Mir haben z.B. auch schon mehrere geschrieben, dass meine Brille doof, hässlich, omahaft sei. Der eine ist so ein Arsch, der anscheinend nur auf Finya ist, um Frauen zu beschimpfen; der schrieb mir schon zweimal wortwörtlich: “Deine Brille ist hässlich” (nach dem ersten Mal sperrte ich ihn, er tauchte zwei drei Monate später mit anderem Nickname wieder auf und blökte mich nochmal an). Zum Glück nehm ich sowas nicht persönlich und lass mich davon nicht runterziehen.

    Tut mir echt leid zu lesen, wie ätzend es dir da erging, und dass du die Flinte ins Korn geworfen hast.
    Du fragst: “Warum darf ich nicht wählen?”
    Naja, dürfen tust du das schon, aber anscheinend hast du ein Näschen für die falschen Männer… 🙂

  3. FINYA IST DER LETZTE SCHEISS, FÜR WAS FÜLLE ICH EIGENTLICH AUS, WAS ICH FÜR EINEN PARTNER SUCHE (ALTER, WOHNORT IN MEINER NÄHE USW.) UND BEKOMME DANN OPA-TYPEN ANGBOTEN, JUNGS, DIE MAL EBEN AUS DEN WINDELN DRAUSSEN SIND, SOLDATEN, ENGLÄNDER, SCHWEIZER USW. WAS SOLL DAS? VERARSCHUNG BIS ZUM GEHT NICHT MEHR. FINYA GEHÖRT IN DIE TONNE!

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