Abfuhr bekommen? Schau der Wahrheit ins Gesicht (neue Version)

Ich hab euch ja vor 9 Tagen so eine typische Datingfrust-Geschichte erzählt, wo anfangs alles in Richtung Verlieben zu laufen schien, doch nach dem ersten Sex war er eher ein Hase auf der Flucht, was die Zurückgelassene in einen ausgedehnten „Werde ich je den Richtigen finden???“-Blues versetzte.
Ich hab das auch schon öfter erlebt. Nachdem ich mich dann immer tagelang mit Grübeleien herumgeschlagen hatte wie „Habe ich etwas falsch gemacht? Hab ich ihn durch zu viel Reden über XY eingeschüchtert? War ich zu voreilig mit Z? Ist irgendwas von den alten Macken durchgekommen, mit denen ich früher so manchen vertrieben habe?“, erkannte ich irgendwann vor ein paar Jahren: Es gibt nur einen, der mir all diese Fragen eindeutig beantworten kann – er selbst. mehr… “Abfuhr bekommen? Schau der Wahrheit ins Gesicht (neue Version)”

Werde ich je den Richtigen finden??? (Neue Version)

Dieser Stoßseufzer drängt sich immer wieder in das Hirn so mancher Singles, selbst wenn dort sonst ein unerschütterlicher Optimismus besteht. Warum? Ab und zu überkommt einen eben der „Ich-bleibe-wohl-ewig-Single-Blues“. Ich erläutere ihn mal aus der weiblichen Perspektive, denn wirklich viele Frauen haben mir schon ähnliche Versionen erzählt…
Also. Vielleicht hast du jemand kennen gelernt, den du wirklich toll, anziehend und angenehm fandest, er dich anfangs auch: Die ersten paar Dates waren zauberhaft, alles schien in die richtige Richtung zu laufen… mehr… “Werde ich je den Richtigen finden??? (Neue Version)”

Der/Die Kontrolleur/in: Gibt es einen Kontrollfreak in deinem Leben?

Im letzten Blogbeitrag ging´s ja um den Typus „Kontrolleur“ – hier wie versprochen noch mehr Infos. Andere sagen dazu auch „Kontrollfreak“ oder „anankastische Persönlichkeitsstörung“, wobei letzteres nicht ganz das gleiche ist wie ein Kontrollfreak, aber es gibt sehr viele Überschneidungen. Bei der anankastischen oder auch zwanghaften Persönlichkeitsstörung steht nicht nur der starke Drang nach Kontrolle, sondern auch Perfektionismus im Vordergrund, oft so stark, dass Aufgaben und Ziele nicht bewältigt werden können, weil der innere Anspruch einfach zu hoch ist. Dies ist bei vielen, die „nur“ Kontrollettis sind, nicht der Fall – sie wollen bloß niemals die Kontrolle aus der Hand geben oder gar verlieren, weil dies in ihrem Unbewussten mit sehr unangenehmen Befürchtungen verbunden ist (etwa, böse Fehler zu machen und dann ganz dumm dazustehen oder die Folgen auslöffeln zu müssen; oder „ausgeliefert“ zu sein, völlig machtlos).
Dieses unbewusste Streben nach Kontrolle (über sich selbst, die anderen, die Situation, die Zukunft etc.) bewirkt auch, dass derjenige meist nicht locker ist (manchmal spielt er es, aber feinfühlige Menschen spüren die Anspannung dahinter), sondern eher starr, unflexibel, unspontan. Viele von ihnen wollen so viel wie möglich bestimmen und planen; aber manche Betroffenen wissen, dass dies Eigenschaften sind, mit denen man nicht gut ankommt, und haben gelernt, sie zu verstecken – stattdessen haben sie andere Verhaltensweisen entwickelt, um sich selbst und ihre Umgebung im Griff zu behalten. Das heißt, unter Umständen werden sie auch manipulativ.
Eine Freundin von mir war mal mit einem Kontrollfreak zusammen, der zwar anfangs sehr charmant war, aber es blitzte hier und da schon auf. Bereits sehr früh bot er an, ihr beruflich und finanziell zu helfen; leider ging meine Freundin darauf ein und gab ihm damit ein ziemliches Machtmittel an die Hand.
Er fing immer mehr an, über sie und die Beziehung bestimmen zu wollen, indem er zum Beispiel fast nie zuließ, dass sie etwas für ihn bezahlte (auf die Art konnte er ansagen, wann und wo man essen ging und was man sonst noch unternahm) oder dass sie beim Sex die Marschrichtung mitbestimmte; initiierte sie Sex oder versuchte sie ihm zu zeigen, was er für sie tun konnte, sperrte er sich meist. Er ließ auch sonst vieles nicht zu, bremste sie sehr häufig aus, schloss alles Mögliche von vornherein aus durch Ablehnung und Abwehr. Diese zeigte er auch sehr deutlich, wenn sie etwas sagte, machte oder an sich hatte, was ihm nicht zusagte. Und da sie ja von ihm geliebt werden wollte, lernte sie, die Dinge zu meiden, die bei ihm Ablehnung auslösen könnten.
Ferner wandte er noch die Ich-Opfer-Du-Täter-Masche an: Egal ob im Bett oder im Alltag, häufig stellte er sie hin als „du willst zu viel“ oder „immer willst du etwas anderes als ich“ oder warf ihr vor, sie beachte zu wenig, was er brauche oder wie er ticke – dabei beachtete ER sie zu wenig, aber zu dieser Erkenntnis gelangte sie erst nach längerer Zeit, als sie es mal schaffte, aus der Defensiv-Schiene herauszukommen.

Wenn Blicke töten könnten...
Wenn du nicht spurst, kriegst du den bösen Blick des Kontrollfreaks ab

Eines haben alle Kontrollettis gemeinsam: Ihr Bestreben nach Kontrolle ist so groß, dass sie Zwischenmenschliches sehr oft aus den Augen verlieren und dass sie zu wenig Gefühl für die Grenzen und die Selbstbestimmung anderer Menschen haben. Darunter leiden viele ihrer sozialen Beziehungen, auch Partnerschaften (falls nicht schon die Anbahnung scheitert).
Die Methoden, derer sie sich bedienen, können sehr direkt sein – Sich-Einmischen, Bestimmen-Wollen, Diktieren, dominantes Auftreten, aggressiver oder strenger Führungsstil – oder auch subtil: „Gute“ Ratschläge erteilen, belehren, bevormunden, schmollen, mauern, sabotieren, blocken, kritisieren, abwerten, „ich weiß, was besser für dich ist“, „ich opfere mich für dich auf, daher bist du mir ganz viel schuldig“ und so weiter. Manche Kontrollfreaks haben die ganze Palette in petto, wie etwa eine enge Angehörige von mir – weswegen ich früher auch dazu neigte. Eine ihrer Lieblingsmethoden: Dissen. Es gibt einen schönen Fachausdruck für diese Methode, die gegenüber Kindern geradezu sadistisch ist, da sie sie in große innere Angst versetzt: „Silent Treatment“ (Bestrafen durch Schweigen und Missachtung). Das hat meine Angehörige bis heute drauf, obwohl alle um sie herum längst erwachsen sind: Verhält man sich auf eine Art, die ihr nicht passt, setzt es entweder die Schuldkeule („du bist schuld, dass es mir nicht gut geht“) oder gleich das Ignorier-Abstrafen: Gesicht und Blick werden eisig, sie schaut durch dich durch, du existierst nicht mehr für sie, du wirst nicht mehr kontaktiert, deine Anrufe und Nachrichten werden ignoriert, ebenso wie deine Versuche, ein klärendes Gespräch zu führen, unter Umständen wirst du sogar von der Familie ausgeschlossen, und zwar so lange, bis du angekrochen kommst – selbst wenn es Jahre dauert.
Das heißt wiederum: Solchen extremen Kontrollfreaks ist die Kontrolle wichtiger als die Verbindung und die Bindung zu dir. Sie sind im Recht, du bist im Unrecht. Und sie lassen dann auch nicht mit sich verhandeln. Dass so jemand offen zugibt, dass er/sie im Unrecht war und dich um Verzeihung bittet, kommt sehr selten vor – und wenn, dann auch nicht von Herzen, sondern wiederum, um dich zu etwas zu kriegen.

Das Einzige, was du tun kannst, ist: Spiel das Spiel nicht mit. Mach dir klar, dass du kein Kind (mehr) bist, dessen Wohlergehen und Leben von dieser einen Person abhängt. Dein Leben und Wohlergehen hängen KEINESWEGS von ihr ab, selbst wenn es sich erst mal so für dich anfühlt.

Daher: Mach dich auch nie abhängig von einem Kontrollfreak, weder finanziell noch beruflich noch emotional.

Mir hat geholfen zu erkennen: Ich brauch diese Angehörige nicht zum Glücklichsein. Und ich brauche sie auch nicht so ernst zu nehmen.
Meiner Freundin hat geholfen zu erkennen: Sie hat genug Fähigkeiten, um beruflich und finanziell gut klarzukommen. Die volle Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, ist manchmal anstrengend, aber insgesamt weniger anstrengend, als mit dem falschen Partner zusammen zu sein.

© Beatrice Poschenrieder „"

Schräge Dates: Der Kontrolleur

Ein paar Typen fehlen in meinem Buch «Mister Aussichtslos: 12 Männertypen, die Sie sich sparen können», wie „Der notorisch Eifersüchtige“, „Der Gewalttätige“ und „Der Kontrolleur“, weil der Verlag es damals auf 12 begrenzen wollte. Heute erzähle ich euch vom Dating mit einem Kontrollfreak, was bereits beim ersten Treffen sichtbar wurde (ist nicht immer so!).

er will mich kontrollieren, er kontrolliert mich
Der Kontrolleur will alles im Griff haben, sogar die Fliege an der Wand

Zuerst einmal: Was meine ich damit? Jemanden, der in einem oder mehreren Bereichen den ständigen und starken Drang hat, die Kontrolle inne zu haben. Beim einen ist es fast jeder Bereich, egal ob Haushalt, Arbeit, soziales Umfeld, Partnerschaft, Sex usw.. Beim anderen ist es überwiegend ein Bereich, etwa dass er die komplette Kontrolle über seine Partnerschaft und seine Partnerin haben will (das sind u.a. Menschen, die schon in der frühen Kindheit die ganz tiefgehende Erfahrung machen mussten, dass sie von engen Bezugspersonen immer wieder Übles zu befürchten haben, diesen also nicht vertrauen dürfen, und dass, wenn man nicht die Kontrolle inne hat, man Gefahr läuft, ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein).
mehr… “Schräge Dates: Der Kontrolleur”

10 Dinge, die du beim ersten Date nicht dulden solltest

Bei der allerersten Verabredung mit einem potenziellen Partner zeigen sich oft schon Verhaltensweisen und Eigenschaften, die im Falle einer engeren Verbindung erst recht zum Tragen kommen – nicht nur an deinem Gegenüber, sondern auch in deinen Reaktionen. Wenn du vor lauter Bindungswunsch oder aus Konfliktscheu zu viel durchgehen lässt, wird dir das irgendwann zur Fußangel.
Was du also nicht einfach dulden solltest, ist:

1) Verspätungen von mehr als 20 Minuten; es sei denn, er/sie hat über die Verspätung Bescheid gesagt UND hat eine wirklich gute Begründung – damit meine ich nicht „ich konnte mich nicht entscheiden, was ich anziehen soll“ oder „ich hab irgendwie die Zeit vergessen“. Wer aus solchen Larifari-Gründen schon beim ERSTEN DATE deine Zeit vergeudet, wird es später noch sehr oft tun und hat zu wenig Respekt vor dir.
Deine Reaktion: Du wartest keine Sekunde länger als 20 Minuten und tust dann, wonach dir ist (etwas zu essen bestellen, jemand anders anquatschen, heimgehen etc.). mehr… “10 Dinge, die du beim ersten Date nicht dulden solltest”

Essen gehen beim ersten/ zweiten Date: 10 Punkte, die du vermeiden solltest

Du lernst grade jemanden kennen und ihr wollt fürs erste/ zweite/ dritte Treffen eine Lokalität ansteuern, um etwas zu essen? Das hat Fürs und Widers (dazu mehr im Beitrag «Wohin beim ersten Date? Der beste Ort, die beste Unternehmung»); im Prinzip ist es eine gute Sache. Bloß gibt´s da ein paar Stolperfallen, mit denen du bei deinem Date ganz schnell Punktabzug kassieren könntest: mehr… “Essen gehen beim ersten/ zweiten Date: 10 Punkte, die du vermeiden solltest”

Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen? Kommentar Nr. 3

psychische Störungen gehören in Behandlung, nicht in die Partnerschaft
Viele bräuchten eine Therapie, aber verstecken ihre Störungen lieber hinter einer Fassade

Hier ein weiterer interessanter Kommentar zu meinem Beitrag «Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen?» von Thomas (44):
«Generell ist heute alles sehr schnelllebig, jeder ist überall und jederzeit austauschbar. Äußere Rahmenbedingungen, die früher existenziell waren und die Beziehungen aufrechterhalten haben (z.B. man musste sich zusammenraufen, gemeinsam schwere Zeiten überwinden wie z.B. Krieg, finanzielle Not), waren manchmal nicht so schlecht… Heute ist das alles weg, jeder darf alles. mehr… “Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen? Kommentar Nr. 3”

Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen? Kommentar Nr. 2

Hier noch ein lesenswerter Kommentar zu meinem Beitrag «Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen?»
von Mirjam, 30:
«Du sprichst die Freiheiten an, die man heute hat. Freiheit bedeutet, dass man selber Entscheidungen treffen kann. Um eine (gute) Entscheidung zu treffen, müssen verschiedene Seiten und Sichtweisen miteinander verglichen werden. Man muss einen Schritt zurücktreten, um das wirklich Wichtige zu erkennen. Dazu muss der Geist offen sein für neue Ideen und Sichtweisen und man muss stets sich selbst und seine Wünsche hinterfragen, um den Kern des Problems zu erfassen. Das ist Arbeit. Arbeit an sich selbst und an der Beziehung. Dazu sind viele nicht bereit, weil von jemand anderem etwas zu fordern einfacher ist, als an sich selbst zu arbeiten. mehr… “Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen? Kommentar Nr. 2”

Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen? Kommentar Nr. 1

Einige Leser haben meinen Beitrag «Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen?» mit Kommentaren versehen – sie sind wirklich lesenswert, weil sie gute Aspekte und Hinweise enthalten.

Wie kann man an einer Paarbeziehung arbeiten?
Eine richtig gute, sehr lange Beziehung, vielleicht sogar lebenslang: Geht das überhaupt?

Hier Kommentar Nr. 1 von Markus (51):
«Liebe Beatrice,
ich stimme Ihrer Antwort auf Bettys Brief in ganz großen Teilen zu. Keineswegs glaube ich, dass es früher besser um Beziehungen stand, eher im Gegenteil. Was haben vor allem Frauen gelitten! Doch manchmal staune ich auch, wie die Zweierbeziehung gering geschätzt wird, gerade die langfristige, ja vielleicht sogar mit dem Ideal der lebenslangen Treue verbundene Beziehung – und wie schnell Menschen bereit sind, sich zu trennen. mehr… “Werden Beziehungen heute zu schnell weggeworfen? Kommentar Nr. 1”

Spontanes Treffen, spontanes Verlieben

Ich will euch heute von einem der besten Dates erzählen, die ich je hatte (ist schon paar Jahre her), und zwar mit einem unglaublich offenen, spontanen, gastfreundlichen, wahnsinnig tollen Mann.
Die Vorgeschichte: Ich stand schon wochenlang mit einem 53jährigen (nennen wir ihn Lothar) aus Kreuzberg in Kontakt – viele Mails über´s Singleportal neu.de, drei Telefonate. Lothar war damals nicht unbedingt meine favorisierte Altersklasse, und übermäßig attraktiv fand ich ihn auch nicht, aber er hatte ein paar interessante Sachen in seinem Profil stehen, die mich neugierig gemacht hatten.
Ich mag ja dieses lange Hin und Her nicht und schlage, wenn das Telefonat nett ist, immer schnell ein Treffen vor. mehr… “Spontanes Treffen, spontanes Verlieben”

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