10 Punkte, woran man auf einer Partnerbörse ein Fake-Profil erkennt

Kann es sein, dass es auf Singlebörsen immer mehr Fakes gibt? Also Profile, hinter denen nicht ein echter Single auf Partnersuche steht, sondern Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die kommerzielle oder andere unlautere Interessen haben… Manchmal wollen sie einfach nur deine private Emailadresse oder Handynummer abgreifen, um dir Werbung zu senden, manchmal sollst du auf eine teure Bezahlbörse gelockt werden, teils geht es nur um erhöhte Besucherzahlen für eine Webseite, teils geht es aber auch darum, dich richtig auszunehmen – siehe auch mein Beiträge
TV-Beitrag „Wie einsame Herzen im Internet abgezockt werden“
Fake-Profile: So wirst du ausgenommen
Fake-Profile Teil 2: Abzocke im großen Stil

Ich jedenfalls denke, dass das zunimmt, zumindest bei den kostenlosen und kostengünstigen Dating-Plattformen, schon allein weil die Faker immer raffiniertere Methoden finden, um ihre gefälschten Profile breit zu streuen.

Woran erkennst du nun ein solches gefaktes Profil?
Ein einzelner Punkt aus der folgenden Liste ist noch kein Beweis, aber wenn mehrere zutreffen, handelt es sich vermutlich um ein Fake.

„Beispiel1. Das Foto und die Altersangabe stimmen überhaupt nicht überein; meist ist das Foto „jünger“ als das Alter.

2. Die Person sucht in Relation zu ihrem Alter einen deutlich älteren Partner, bzw das Altersraster des Wunschpartners ist unrealistisch. Zum Beispiel eine bildhübsche 27jährige hat da „30 – 65 Jahre“ zu stehen oder ein attraktiver 50jähriger, der aussieht wie 39, sucht angeblich eine Partnerin zwischen 46 und 70.

3. Der Nickname ist fremdsprachig (meist englisch).

4. Es ist ein Wohnort angegeben, der gar nicht in deiner Nähe liegt oder den es gar nicht gibt, oder es fehlt die Postleitzahl.

5. Häufig steht beim Familienstand „verwitwet“ – ein Appell an Menschen mit Empathie oder Helfersyndrom; es soll aussagen: Dieser Suchende ist nicht single, weil er etwa schlechte Eigenschaften hat oder nicht beziehungsfähig ist, sondern weil das Unglück ihn hart getroffen hat, und daher wird er sich glücklich schätzen, wenn er jemanden mit so viel Herz kriegt wie dich.

6. Meist gibt es nur 1-2 Fotos, die oft fast zu perfekt aussehen, oder auch gar kein Foto, sondern nur einen schmeichelnden Text.

7. Oftmals sehen die Fotos nicht nach Deutschland aus, sondern nach einem anderen Land. Manche sollen wie Urlaubsbilder wirken, es gibt aber kein einziges Foto, das ein einheimisches Ambiente zeigt (etwa Lokale, Läden oder Produkte mit deutscher Aufschrift).

8. Es gibt sehr wenig Textangaben im Profil. Wenn die Börse die Möglichkeit bietet, Fragen zu beantworten, ist in der Regel keine einzige davon ausgefüllt, und auf der ersten Seite des Profils steht in der Selbstbeschreibung entweder nichts oder etwas Englisches oder oft auch Kauderwelsch – ein originär fremdsprachiger Text wird von einem Übersetzungsprogramm schlecht übersetzt*; oder es ist ein Spruch, der von einem anderen Profil gekupfert ist.
* Beispiel: «Ich bin ein Mann mit eine gut Herz, warm, möchten Tiere und Kinder, wollen die Sonne aufgehen in deinen Herzen…»

9. Ganz oft enthält das persönliche Statement Angaben, die auf möglichst viele User möglichst sympatisch wirken sollen, wie „warmherzig“, „christlich“, „solide“, „kinderlieb“, „gutmütig“, …

10. Wenn man von dem-/derjenigen Nachrichten bekommt, wird man in der Regel ziemlich schnell aufgefordert, dass man sich auf einer bestimten Email-/Skypeadresse, Telefonnummer oder Webseite melden soll.
Gern enthält die Nachricht auch schlecht übersetzte Formulierungen, wie «Hallo, wie geht es? Schöner Freitag zu Ihnen. Du hast eine sehr schöne Augen, und ich kann aufhören, dein Foto zu sehen und ich werde gerne mehr über dich wissen»
oder, grade reingekommen: «Hallo, mein Freund, was werden Sie tun, um Tag, schön Sie zu sehen hier, du siehst so schön, schön Farbe, die Sie Sie gat, mein Freund okay».

Dass du dich NICHT auf der genannten Email-/Skypeadresse, Telefonnummer oder Webseite meldest, ist klar, oder? Melde das Profil lieber beim Betreiber der Plattform.
© Beatrice Poschenrieder


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