Omas & Muttis Weisheiten und Beziehungstipps: Gelten sie auch heute noch?

Hat deine Oma oder Mutter auch immer so Standardsprüche gesagt, wenn du dich bei ihr ausgeheult oder ausgemeckert hast? Und stimmen sie?


Stimmt das, was deine Oma über Liebe und Beziehungen sagt?

Vielleicht hattest du auch mal eine Oma oder eine andere ältere Person in deinem Leben, die gern bestimmte Sprüche von sich gab – besonders dann, wenn du Single warst oder Beziehungsprobleme hattest. Ist was dran an diesen alten “Weisheiten” oder ist das überholter Käse? Welche haben noch heute Bestand?

1) Andere Mütter haben auch schöne Söhne / Töchter
Diesen Spruch brachte meine Oma immer, wenn ich Liebeskummer hatte oder wenn ich mich über das distanzierte Verhalten eines neuen Kerls ärgerte. Sie wollte damit nicht sagen, “Such dir einen anderen schönen Kandidaten, davon gibt es genug”, sondern sie meinte damit: “Benimm dich nicht, als ob es nur diesen einen Menschen auf der ganzen Welt für dich gäbe. Fixiere dich nicht auf jemanden, der gar nicht der Richtige für dich ist.”
Und das ist sehr klug und sehr richtig.

2) Willst du gelten, mach dich selten
In verständlichem Deutsch: Mach dich rar, dann wirkst du interessanter.
Auch das sagen beziehungserfahrene ältere Leute nicht generell, wenn man erzählt, dass man jemand näher an sich ranziehen will. Sondern sie sagen es genau dann, wenn sie meinen, dass du deinem Schwarm nachläufst oder dich zu sehr anbiederst oder immer gleich zur Verfügung stehst, wenn er/sie pfeift. Sprich, dass du viel zu leicht zu haben bist und daher tatsächlich uninteressant wirst.
In der Regel haben sie damit Recht. Also hör drauf.
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3) Gegensätze ziehen sich an, aber gleich und gleich gesellt sich gern
Das stimmt! Der Hintergrund dieser schlauen Feststellung ist: Wenn jemand in bestimmten Bereichen ganz anders ist als wir, kann das anfangs faszinieren und dazu führen, dass man sich verknallt/ verliebt, aber später werden sehr oft genau diese Unterschiede zu großen Konfliktpunkten. Also schau lieber von Beginn an auf “gleich und gleich” – lass dich nur ein, wenn es in den Bereichen, die dir wichtig sind, viel Übereinstimmung gibt.

4) Für jeden Topf gibt’s einen Deckel
Das ist nicht nur tröstend gemeint, wenn du dich beklagt hast, dass du wohl nie jemand finden wirst, so nach dem Motto, “irgendwo da draußen läuft jemand rum, mit dem/der du glücklich werden wirst”. Sondern es ist auch so gemeint: Wenn du resignierst und depressiv zuhause hockst, wirst du natürlich allein bleiben – du musst deinem Deckel schon eine Chance geben, dich kennen zu lernen, also tu was dafür!

5) Man muss auch mal Kompromisse machen können
Manchmal ist das gemeint im Sinne von “deine Ansprüche oder Erwartungen sind zu hoch”. Das kann stimmen oder auch nicht. Aber manchmal will diese erfahrenere Person dir damit auch sagen, dass du zu ichbezogen bist oder unrealistische Erwartungen hast. Da sie dich kennt, lohnt es sich, in Ruhe zu überlegen, ob da was dran ist.

6) Früh gefreit, schnell gereut
In aktuelleres Deutsch übersetzt: Wenn man zu früh heiratet, bereut man das (meistens sogar recht bald).
In unsere Zeit übertragen, bedeutet der Spruch: Wenn du dich zu schnell einlässt, wird die Beziehung schieflaufen (und dir Kummer machen).
Das ist in den meisten Fällen richtig.
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7) Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach
Man kann diese Binsenweisheit durchaus blöd finden, wenn man sie versteht als “Gib dich mit dem zufrieden, was du leicht kriegen und halten kannst, statt einen richtig tollen Vogel ergattern zu wollen”.
Aber ist eine Taube tatsächlich toller als ein Spatz?
Mann könnte den Satz auch so interpretieren: “Mit jemand, der dich will und bei dir ist, fährst du viel besser als mit jemand Unerreichbarem.”
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8) Liebe geht durch den Magen
Dieser Spruch ist eigentlich überholt; er stammt aus Zeiten, wo eine Frau sich als gutes Beziehungsmaterial bzw. als gute zukünftige Ehefrau etablierte, wenn sie gut kochen konnte.
Lustigerweise stimmt er heute eher andersrum: Männer, die gerne und gut kochen, können damit enorm bei Frauen punkten – unter anderem, weil sie damit zeigen, dass sie nicht an der altmodischen Rollenverteilung kleben.
Und noch ein anderer Aspekt spielt hier eine Rolle: Zusammen zu essen und Essen zu teilen oder einen potenziellen Partner zu bekochen, hat schon seit Urzeiten etwas sehr Verbindendes (das hat auch mit unserer Biologie und unseren Instinkten zu tun). Wenn das Essen, das man gibt oder bekommt, dann auch noch mit Liebe ausgewählt oder zubereitet ist, fördert das wiederum Liebe. Allerdings nur, wenn beide Liebe wollen (und nicht z.B. nur Sex).

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© Beatrice Poschenrieder

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