Rache ist süß und er verdiente sie (Teil 2)

Hier die Fortsetzung der Erklärung, warum meine Freundin M ihren Exlover C am Valentinstag allein in einem teuren Lokal sitzen ließ. Wir waren dort stehengeblieben, wo M´s Frauenarzt feststellte, dass sie sich üble Scheidenbakterien eingefangen hatte, vermutlich durch Sex…
Sie simste an C: “Muss dich was Wichtiges fragen. Nach unserem letzten Treffen hatte ich eine ziemlich starke bakterielle Infektion der Vagina. Kann nur von dir kommen, weil ich weit und breit nix mit jemand anders hatte. Hattest und hast du parallel Sex mit anderen Frauen? Sorry dass ich das fragen muss – will mich nicht unnötig gefährden.”
C: “Liebste M, das war 5 Wochen vor unserem Wiedersehen und es gab bisher keine Meldung von ihr. Habe auch keine Beschwerden. Tut mir leid, dass du dich damit ärgern musstest. Unsere wunderbare Gier hat das Gummi verdrängt. Passiert mir eigentlich seit vielen Jahren nicht mehr.”
M: “Danke für deine ehrliche Antwort. Manchmal trägt der Mann Keime mit sich herum, die bei ihm keine Symptome machen, aber in der Vagina durchaus. Muss dich leider noch was fragen. Ich hatte vor dir nen HIV-Test, negativ. Wann war dein letzter?”
C: “Vor 2 Monaten war ich Blut spenden, da machen sie das stichprobenartig mit. Bei mir ist alles in Ordnung.”
M gab sich mit dieser Antwort zufrieden (Wollust vernebelt das Hirn) und schrieb: “Dann steht unserem nächsten Treffen ja nichts im Wege.” Er schlug ein Treffen in 5 Tagen vor. Einen Tag vorher jedoch schrieb er: “Ich war mal beim Arzt und das Labor ergab einen harmlosen aber lästigen Pilz, den ich nicht merke. Da ich aber schon erigiere, wenn ich an dich denke, möchte ich unser Treffen verschieben, bis ich wieder „sauber“ bin. Ja, es gibt Gummis. Mag ich einfach nicht. Fühl dich geküsst, C”
Sie erwiderte: „Mir machen Kondome nix aus. Hab auch eine ganz neue Sorte da, aus diesem superdünnen neuen Kunststoff. Also überleg es dir.”
„Mr.

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Er ließ sich aber nicht überreden, sondern reagierte mit einer charmanten Hinhalte-SMS: “Danke für das süße Angebot, aber… lieber nicht. Bald, schöne M, bald! Bis dahin fühle dich zart abgeküsst.” Merkt ihr was? Erstens, wieso hatte er, als sie ihn zur Rede stellte wegen der Ansteckung, geschrieben, “Unsere wunderbare Gier hat das Gummi verdrängt. Passiert mir eigentlich seit vielen Jahren nicht mehr.” und nun plötzlich gab er zu, dass er Gummis nicht mag und lieber auf Sex verzichtet, als sie zu benutzen?
Bedeutete das nicht auch, dass er sie bei anderen Frauen ebenso wegließ??
Zweitens, wieso denn „Pilz“?? M hatte ihm erst 3 Tage zuvor von einer BAKTERIELLEN Infektion ihrer Vagina berichtet! Was legt das nahe? Er war überhaupt nicht beim Arzt, sondern benutzte diesen „Pilz“ als Ausrede, um 20 Stunden vorher das Date abzusagen, weil vermutlich ein anderes verfügbares Weib ihn grade noch mehr anmachte.

Ihr fiel ein, dass er sie bereits in ihrer früheren „Beziehung“ angesteckt hatte, und zwar mit Chlamydien, einer tückischen Keimart, die im Prinzip auch nur durch Sex übertragen wird. Damals hatte er ihr noch weis gemacht, er hätte sie sich in der Sauna eingefangen. Vermutlich war sogar seine Aussage mit dem HIV-Test gelogen. Denn Blutspenden werden nicht stichprobenartig auf HIV getestet, sondern immer.

Plötzlich stand es ihr ganz deutlich vor Augen: Er war ein durch und durch verlogener Drecksack, der seinen Penis in möglichst viele Frauen steckte, und zwar ohne Kondom. Sie hatte ihn mehrmals gefragt, ob sie nicht Präservative einbeziehen sollten – anfangs hatte er erwidert, dass er seit seiner langjährigen Ehe mit keiner anderen Frau geschlafen hatte, und nachdem das mit der gebundenen Geliebten herausgekommen war, hatte er M vorgegaukelt, dass er mit dieser Frau immer Gummis benutzte. Zudem lasse er sich berufsbedingt regelmäßig ärztlich untersuchen und ginge häufig Blut spenden. Alles gelogen, wusste M jetzt, alles – auch die verliebten Worte, die Beteuerungen, die Ausreden, mit denen er sie auf die Wartebank schob.
Wie ich euch bereits im Blogbeitrag zum Valentinstag berichtete, war damit für sie nicht nur der absolute Endpunkt dieser Geschichte erreicht, sondern es kam auch eine mächtige Wut in ihr hoch. Und sie drehte den Spieß um, beschloss, mit ihm zu spielen. Gut zwei Monate lang führte sie ihn mit heißen Nachrichten an der Nase herum, ohne ihn je wieder zu treffen – auch an jenem Abend am Valentinstag nicht, den sie Sekt trinkend und lachend mit mir verbrachte, während er sehnsüchtig und zunehmend gefrustet auf sie wartete.
(Übrigens hat er noch monatelang ab und zu versucht, sie zu erreichen – er rief sie an, was er früher nie gemacht hatte – NIE! -, schickte WhatsApps und SMSen, was sie mit großer Genugtuung ignorierte.)
© Beatrice Poschenrieder

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