Profil erstellen: Welcher Singlebörsen-Nickname ist nicht so gut?

Es gibt nur wenige Singlebörsen, deren User keinen sogenannten Nickname (dein Pseudonym in dem Forum) tragen, sondern eine neutrale Chiffre oder eine Berufsbezeichnung (etwa Parship und Elitepartner). Die meisten Datingplattformen bieten die Chance, dir eine individuelle Bezeichnung zuzulegen, die dich irgendwo charakterisiert. Daher ist das Allererste, was du tun solltest, bevor du ein Profil in einer Singlebörse anlegst oder auch eine „kostenlose Anmeldung“ durchführst, dir einen guten Namen zu überlegen. Denn er ist, wie deine Fotos, deine Visitenkarte in dieser Börse, und wenn du unüberlegt etwas in die Tastatur hackst, weil du die Anmeldung schnell hinter dich bringen und loslegen willst, wirst du es später wahrscheinlich bereuen, weil der Nickname nicht veränderbar ist – es sei denn, du löschst das ganze Profil, was oft schade ist, weil du Arbeit reingesteckt oder schon etliche sympatische Kontakte geknüpft hast.

Laut einer Studie, in der 500 Usern viele verschiedene Nicknames zur Beurteilung vorgelegt wurden, wirkten die am unattraktivsten, die sehr neutral und langweilig gefasst waren, zum Beispiel „FM1977“, „T.S.“, „Berliner123“ u.ä.
Fast ebenso ungünstig wurden fantasielose Namen bewertet, zum Beispiel ein Vorname plus eine Zahl („Markus1968“, „Micha46“), und solche, die eben sehr oft vorkommen, wie Maus, Bärchen, Lonely, usw. Leider gilt das auch für Namen, die eigentlich recht angenehme Assoziationen wecken, wie Sonne, Mond, Rose, Blume, Sonnenblume… tulpenblüteWenn man sie bei etlichen Personen liest, wirkt das nicht grade einfallsreich, und es birgt viel Verwechslungsgefahr. Und da solche Namen so häufig gewählt werden, schlägt die Singlebörse oft vor, sie mit Zahlen zu versehen, was nicht grade deren Anziehungskraft erhöht: Tulpe1, Tulpe2, Tulpe3…
Du musst ja ganz zu Beginn deiner Profilerstellung deinen Nick wählen und in das entsprechende Feld eingeben, und dann bekommst du binnen einer Sekunde ein Ergebnis, nämlich ob das, was du gewählt hast, schon vergeben oder noch zu haben ist. Ist er schon vergeben, kriegst du wie erwähnt Variationsvorschläge vom System: entweder angehängte Zahlen- oder Buchstabenkombinationen, wie „Mann_xy“, „T_Schmidt“ u.ä.
Man sollte zum Beispiel denken, dass „DerEine“ sicherlich ein eher seltener Nick ist – aber allein bei Finya.de gibt es dazu 25 Treffer (also „dereine“ mit diversen Endungen). Bärchen hat es 72, und Nicks, die mit „Sonne“, „Mond“ oder „Fee“ anfangen: über 200 (Finya hört bei 200 auf zu zählen).
Ähnlich wenig Punkte in der o.g. Studie bekamen Namen, die einen angeberischen Eindruck machen, etwa Kabriofahrer, Porsche-Fan, TollerLiebhaber, Supermodel, Millionär… solche Pseudonyme kommen nur bei einer oberflächlichen Klientel an, der diese Attribute wichtiger sind als die Person dahinter.
Entsprechend dem Klischee fanden Männer die Nicknames, die auf körperliche Attribute/äußere Merkmale abzielten, deutlich attraktiver als die weiblichen Tester. Sprich, etwas wie „SexyBunny“, „Schlanke-Fee“ und „Bildschöne“ kam bei den Männern gut an, hingegen „Sixpack-Boy“, „Modeltyp“ oder „190-Beau“ bei den Frauen nur solala. Diese wiederum gaben den Namen, die neutral oder intellektuell klangen, bessere Bewertungen als die männlichen Tester.
Hingegen konträr zum Klischee wurden Namen, die auf Reichtum/Besitz hinwiesen, von beiden Geschlechtern gleich bewertet – es gab Frauen und Männer, die das anzog, und solche, die es abstieß.
Fortsetzung im nächsten Blogbeitrag! © Beatrice Poschenrieder