Mach den Zahlemann: Date haben, ohne arm zu werden

Wie versprochen, hier noch ein paar Tipps und skurrile Stories zum Thema „Erstes Date: Wer zahlt?
Die Tipps richten sich an Männer, denn meist bleibt dieser Part ja an euch hängen.
Also. Wenn du weißt, dass du nicht viel ausgeben kannst/magst, dann mach es anders als jener (gut situierte) Kerl, der mir fürs erste Date nicht nur „Essen gehen“, sondern auch lauter sündteure Lokale vorgeschlagen hatte und der dann (wir hatten uns auf ein Restaurant mittlerer Kategorie geeinigt und ich hatte sehr bescheiden bestellt) die Rechnung unauffällig in meine Richtung schob und zur Salzsäule erstarrte… Mach lieber beherzt Gegenvorschläge, falls dein anstehendes Date-Mädel teure Lokale anvisiert. Oder frag dich gleich, ob sie die Richtige für dich und dein Budget ist. Naja, gut, triff sie erst mal, vielleicht gehört sie auch zu der Sorte Frau wie meine Freundin T.: Die ist Chefin eines florierenden Unternehmens und eine Art „Sugarmama“, d.h. sie steht auf Luxus und jüngere Kerle und gibt sich großzügig (und sieht dabei vergleichsweise viel besser aus als die meisten Sugardaddys).

Ein Gegenvorschlag der etwas anderen Art kam einmal von einem meiner Dates. Ich kam per Rad, er kam per Rad, wir trafen uns im Schöneberger Kiez, und statt mit mir eines der unzähligen Lokale anzusteuern, sagte er: „Wir machen jetzt Bierwandern.“ – „Bierwandern??“ – „Ja. Wir radeln zum nächsten Kiosk, kaufen beide ein Bier, das trinken wir im Fahren, und wenn es leer ist, halten wir am nächsten Kiosk und kaufen wieder eins.“
Oh, suuuuper Idee. Ich fragte mich, wozu ich ein Kleid und hohe Schuhe angezogen hatte – Unterhemd, Military Shorts und Badeschlappen wie er hätten´s auch getan. Und ein Damenbart.
Eine nonchalante Art, die Rechnung klein zu halten, zeigte auch jener Holländer, mit dem ich mich mal bei einem sehr preisgünstigen Vietnamesen traf. Gegen einen wohlfeilen Asiaten ist erst mal gar nichts einzuwenden, wenn das Lokal angenehm ist. Unseres war angenehm, und der Holländer fühlte sich dort so wohl, dass er immer wieder etwas bestellte. Am Ende sah die Bilanz so aus: ich Tofu mit Gemüse plus ein Wasser (zusammen 6,20 Euro), er ein Gericht mit Ente und drei Getränke (14,80 Euro). Ich drösle das so genau auf, weil: Er nestelte zehn Euro aus der Tasche, warf sie mit großer Geste auf den Zahlteller und sagte betont gönnerhaft: „Ich tu jetzt mal DAS hier in den Topf!“
Mir oblag dann nicht nur die Begleichung des Restes, sondern auch das Trinkgeld. Beim Abschied auf der Straße versuchte er mir noch auf die Pelle zu rücken, sein Typ schien ich also schon zu sein. Ratet mal, ob er meiner war…
Da fällt mir grade auch dieser Dresdener ein, der anlässlich eines Geschäftes in Berlin war, mich auf einen Imbiss traf, fein säuberlich die Rechnung auseinander dividierte und mich sofort danach fragte, ob er bei mir übernachten könne, denn dann könnte er sich das Hotel sparen. (Unterm Buchtipp geht´s weiter!)
„Mr.

 
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Gehörst du zu jenen, die fürs erste Date mit einer Unbekannten nicht mehr als 5 Euro berappen wollen, gibt es ein paar bessere Strategien als die o.g..
Die beste finde ich: Steh dazu, dass du nicht viel ausgeben kannst oder magst (zum Beispiel für einen Studenten ist das keine Schande).
Die zweite ist: Schlag tatsächlich nur Kaffeetrinken vor. Du kannst auch von vornherein die Zeit begrenzen, damit sich auf der Rechnung nicht eins nach dem anderen summiert, sprich, du sagst schon beim Vereinbaren des Treffens, dass du nur eine oder anderthalb Stunden Zeit hast.
Die dritte: Lad sie zu dir ein (darauf gehen viele Frauen nicht ein, aber manche eben schon). Ich finde diese Variante kritisch: was, wenn die Frau dir überhaupt nicht gefällt?
Nummer vier: Biete ihr einen Spaziergang, einen Besuch in einer Galerie o.ä. an.

Fazit: Wenn du schon sparsam bist, dann sei entweder ehrlich oder kreativ.

© Beatrice Poschenrieder

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