Lotuscafe.de im Praxistest

Das Lotuscafé ist nicht nur Singlebörse, sondern auch Kontaktforum für spirituell interessierte Menschen. Man kann es eingeschränkt auch kostenlos nutzen. Eine der Einschränkungen besteht darin, dass man nur 1 Nachricht am Tag verschicken kann (antworten auf Nachrichten von zahlenden Mitgliedern geht aber), eine besteht darin, dass man nur 1 Foto einstellen kann. Letzteres finde ich ziemlich ungünstig, denn natürlich stellt man sein schmeichelhaftestes Bild ein… Und so kommt´s, dass alle Männer, die ich über dieses Forum traf, im wahren Leben um einiges anders aussehen als in ihrem Profil.
Übermäßig viele Mitglieder hat dieses Portal nicht, und viele davon sind sogar gebunden oder aus anderen Gründen nicht auf der Suche nach einem Beziehungspartner (manche suchen auch nur Sexpartner), aber hier soll´s ja auch nicht die Masse machen, sondern das Besondere: ein bewussteres Denken, ein anderer Ansatz zum Leben, vielleicht spirituell, esoterisch, alternativ, nachhaltig oder auch einfach unkonventionell, die Suche nach etwas, was außerhalb des Profanen liegt… (Buchtipp dazu ganz unten!)


Meine Ausbeute an Dates nach 8 Monaten kostenloser Mitgliedschaft im Lotuscafé:
5 Dates (was für mich im Vergleich mit anderen Börsen sehr wenig ist).
Date eins war mit einem Heilpraktiker (45), der sich zwar fast sechs Jahre lang diversen Ausbildungen unterzog, aber sich nicht traut, als Heilpraktiker zu arbeiten, sondern eine Halbtagsstelle in einem Vertrieb hat, ein Job, der ihn ankotzt. Sein Foto ist cool, der reelle Mann sehr uncool, verkrampft und optisch Typ “verkleideter Spießer”.
Date Nr. 2 war mit einem Heilpraktiker der Psychotherapie (47), der auch irgendwie in seiner Ausbildung stecken geblieben ist. Foto ist sehr nett und lässig, der reelle Mann ist mindestens 14 Jahre älter, grauer, dicker; wirkt insgesamt leicht verlottert.
Date 3 war mit einem angeblichen Therapeuten (46), der aber de facto lange als Klempner gearbeitet hat, seit einigen Jahren arbeitslos ist und sich in einer einzigen Körpertherapie-Form ausbilden ließ, in der er jetzt ab und zu Klienten unterweist – soweit ich mitbekam, ist deren Anzahl sehr gering. Wovon er lebt? Keine Ahnung, vermutlich Harz 4. (Die Date-Schilderung dazu findet ihr hier…)
Date 4 war mit einem Psychotherapeuten (49), der nun endlich mal wirklich einer ist und zumindest halbwegs darin arbeitet; sein Profil verbreitet Lockerheit und eine menschenfreundliche, spirituelle Geisteshaltung, doch ich begegnete einem Mann, der sehr unentspannt, streng und ungeduldig wirkte (obwohl ich eher nicht ein Mensch bin, der Ungeduld herausfordern würde, etwa durch Unzuverlässigkeit oder hohles Gelabere).
Date 5 war mit einem selbsternannten Künstler (48), der geschickt darin ist, Projekte und Anträge zu entwerfen, um staatliche Fördergelder abzukassieren, die er dann zum größten Teil in seine eigenen Projekte und in seinen Lebensunterhalt steckt. Foto ist sehr cool, in echt ist er dick, wirkt aufgeschwemmt, als hätte er ein Alkoholproblem o.ä., hat schlimme Zähne, hört sich selbst gern reden, quatscht aber schwammiges verquastes Zeug, als trachte er danach, seinen Gesprächspartner einzulullen.
Schade. Aber ich bleib dran, denn insgesamt macht das Lotuscafé einen sympatischen Eindruck auf mich. Vielleicht kann ich irgendwann Positiveres berichten.
© Beatrice Poschenrieder
„Sexbewusstsein“

 

Ein bewussteres Denken in Punkto Sexualität, ein anderer Ansatz dazu, vielleicht achtsam und/oder unkonventionell, die Suche nach etwas, was außerhalb des Profanen liegt: Dazu verhilft dir mein kluger Ratgeber „Sexbewusstsein“ (8,99 Euro), der sich eh nicht nur mit dem sexuellen Aspekt befasst, sondern auch mit den allgemeinen Dimensionen dieser Themen – und mit deren Hintergründen!

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